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Kinesiologisches Taping

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Der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase entwickelte vor 30 Jahren dieses spezielle hochelastische, atmungsaktive und hautfreundliche Tape, dass sich wie eine zweite Haut anschmiegt und sich dehnt und zusammenzieht, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Das elastische Tape liftet und massiert die Haut und das Bindegewebe sanft, wodurch unter anderem der Lymph- und Blutfluss angeregt werden.

 

Die schmerzlindernde und stoffwechselanregende Wirkung kommt durch das Nachlassen des Gewebedrucks zustande. Entzündungen klingen schneller ab, der Muskeltonus wird reguliert und die Gelenke werden durch eine bessere Wahrnehmung der Beweglichkeit und Belastbarkeit gestützt.

Typische Anwendungsbereiche

 

Das mögliche Anwendungsspektrum für Kinesiotapes ist sehr vielfältig und lässt sich ideal mit physiotherapeutischen Maßnahmen kombinieren.

  • Gelenkbeschwerden (Überlastung, Arthrose)

  • Sehnenscheidenentzündung

  • Rückenschmerzen (HWS-, BWS-Syndrom, Ischialgie)

  • Sportverletzungen (Kreuzbandriss, Bänderriss am Sprung- oder Kniegelenk)

  • Bandscheibenvorfälle

  • Schulter-Nacken-Verspannungen

 

Was ist ein Kinesiotape?

 

Kinesiotapes sind extrem elastische, fein gewebte Baumwollbänder mit einer haftstarken, dünnen Acryl-Klebeschicht. In Dicke und Elastizität gleicht das Kinesiotape exakt dem Aufbau der menschlichen Haut. Wie eine zweite Haut ist das Material in der Lage, sich perfekt an jede natürliche Bewegung des Körpers anzupassen. Die Bänder sind hochelastisch, atmungsaktiv und hautfreundlich. Nach Anbringen verbleibt das Tape vier bis sieben Tage auf der betreffenden Stelle, ist wasserfest und verrutscht nicht. Medizinische Kinesiotapes gelten als wirkungsvolle ergänzende Behandlungsmethode.

 

Warum reagiert der Körper positiv auf diese Behandlung?

 

Unzählige Patienten konnten durch die Anwendung von Kinesiotapes einen schnelleren Heilungsverlauf von stumpfen Verletzungen oder Entzündungen erzielen. Schmerzsensoren befinden sich zwischen Dermis und Epidermis, also den beiden obersten Hautschichten. Wird die erste Hautschicht durch ein Kinesiotape angehoben, fließt das Blut schneller durch die verletzten Areale. Es werden sensorische Tastrezeptoren aktiviert sowie die Koordination, Körperwahrnehmung und Muskelspannung gefördert. Diese verbesserte Durchblutung nimmt auf darunterliegende Strukturen Einfluss und beschleunigt den Heilungsprozess.

 

Wirkmechanismus

 

Die primäre Wirkung eines Kinesiotapes beruht auf der Spannung, die nach dem Anbringen auf der Haut entsteht. Je nach Behandlungsziel kommt es zu einer mechanischen Verschiebung der oberen Hautschichten. Rezeptoren hemmen den Schmerzreiz und der Lymphabfluss wird verbessert. Dies wirkt Schwellungen entgegen. Der kontrollierte Abfluss in Blut- und Lymphgefäßen beeinflusst den Stoffwechsel in Muskeln und -regionen positiv. Muskuläre Dysbalancen werden ausgeglichen und damit runde Bewegungsabläufe leichter.

 

Viszerales Taping

 

Kinesiologische Tapes eignen sich bei viszeralen Funktionsstörungen von inneren Organen wie Leber, Magen oder Darm. Die Behandlungskombination mit dem klassischen Taping ist die Regel. Beide Einsatzbereiche unterliegen einer reflexbedingten Wechselwirkung zwischen parietalen und viszeralen Strukturen. Sowohl das Haut-, Schmerz- als auch Faszienkonzept basiert auf neuromuskulären Prozessen. Unzählige Rezeptoren erhalten durch das Taping eine Schmerzüberlagerung, die durch die Reize aus der Haut, den Faszien, Muskeln oder Gelenken zum Gehirn gehemmt werden sollen.

Anwendungsbereiche mit Viszeral-Taping

 

Kinesiotapes werden bei viszeralen Behandlungen eingesetzt, um Funktionsstörungen im Bereich des Darms und Dickdarms positiv zu beeinflussen. Mögliche Indikationen sind eine Zirkulationsstörung im Mesosigmoid, Verstopfung oder Defäkationsprobleme. Für den waagrechten Teil, das Colon transversum, dient das Kinesiotape zur Erleichterung bei Beschwerden wie Blähungen, Darmlähmung, Kongestion oder einer Defäkationsstörung. Die Behandlung des Dünndarms findet bei Problemen wie Hypersensibilität oder Kongestion statt. Ziel ist es, den Darm in seiner Bewegung sowie den Blutfluss zu verbessern.

 

Kinesio München – lymphtherapeutische Behandlung

 

Kinesiotapes kommen als ergänzende Behandlungsmethode zur Krankengymnastik oder einer Manuellen Therapie zum Einsatz. Sie dienen als weiterführende Therapie zwischen den Physio-Terminen. Spezielle Lymphtapes werden zur Anregung des Lymphflusses angelegt, um die Flüssigkeitszirkulation zu verbessern. Als Additiv zur manuellen Lymphdrainage erfolgt das Anlegen der elastischen Tapes in verschiedenen Qualitäten. Nach etwa 30 Minuten Anklebe-Zeit können Sie Sport treiben oder duschen. Kinesio-Taping München ist eine perfekte Alternative zur Behandlung von Instabilitäten, Hämatomen, Lipödem sowie nach operativen Eingriffen.

 

Übernehmen Krankenkassen die Kosten für das Kinesio-Taping?

In der Regel werden etwa zwei bis drei Anwendungen benötigt. Die Kosten betragen je nach Anlage zwischen 15 bis 45 €. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen diese Leistung nicht, hingegen übernehmen private Versicherungsträger die Behandlungskosten. Gesetzlich versicherten Patienten bieten wir das Kinesio-Taping als IGeL (individuelle Gesundheitsleistung) an. Sie haben Fragen zur erweiterten Leistungsabrechnung – wir beraten Sie in unserer Praxis für Physiotherapie Steven Kato gerne!